Sehenswert ist die dreischiffige ehemalige Servatiuskirche, eine Emporenbasilika aus dem 13. Jahrhundert. Die Untergeschosse des Westturms sind sogar noch älter. Sie gehen auf einen Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert zurück.

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Die alte katholische Pfarrkirche St. Servatius

Ende des 17. Jahrhunderts bedurfte der Chor einer Restaurierung. Vier Jahre später wurde eine Sakristei angebaut. Nach der Errichtung einer neuen Pfarrkirche in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an anderer Stelle blieb das alte Gotteshaus zeitweilig bis zur Jahrhundertwende noch im Gebrauch. Danach diente es profanen Zwecken. Die schweren Schäden, die ihm im Zweiten Weltkrieg zugefügt wurden, konnten durch eine umfassende Instandsetzung in den Jahren 1958 bis 1961 ausgessert werden. Heute wird die ehemalige Pfarrkirche als Klosterkirche genutzt.

An das Mittelschiff schließt sich ein fast quadratischer Chor mit einer halbrunden Apsisnische an. Er ist wie der gesamte Außenbau durch Lisenen und Rundbogenfriese gegliedert. Das Kellergeschoß unter dem Chor kann nur von außen betreten werden. Dieser Raum kann daher nicht als Krypta bezeichnet werden. Es ist ein unterirdischer Prozessionsgang. Der schlichte Westturm stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Glockengeschoß wurde Anfang des 13. Jahrhunderts aufgesetzt. In den Bogenfeldern der Empore sind Reste von Wandmalereien. zu sehen. In den Halbfiguren erkennt man die Darstellung der Seligpreisungen. Zu den Ausstattungsstücken gehören unter anderem ein Reliefbild eines mittelrheinischen Schnitzaltaraufsatzes mit der Darstellung der Geburt Christi aus dem 15. Jahrhundert, eine Servatiusfigur aus dem 14. Jahrhundert, eine Madonna und ein Schweißtuch Christi, das von Engeln getragen wird.

 

Weitere Informationen:

http://www.sankt-servatius-guels.de/