Als Wahrzeichen von Koblenz-Güls gelten die Kirchtürme der katholischen Pfarrkirche St. Servatius. Wegen ihrer steilen Spitzhelme werden sie im Volksmund auch "Gülser Zahnstocher" genannt.

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Die neue katholische Pfarrkirche St. Servatius

Das Gotteshaus wurde von 1833 bis 1840 von dem Architekten Johann Claudius von Lassaulx in romanisierenden Formen erbaut. Die Seitenschiffe der Hallenkirche führen im Halbkreis um den Chor herum. Das von Sternen geschmückte Gewölbe wird von Rundpfeilern getragen. Auf dem Hochaltar und im Kirchenraum sind ausdrucksvolle Figuren aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu sehen. Das Triumphkreuz stammt aus der Zeit um 1500. Noch älter ist der Fuß eines Kelches (Mitte des 13. Jahrhunderts).

Sie ist eine dreischiffige Hallenkirche deren Netzgewölbe auf schlanken Säulen ruht. Die Westfassade wird von zwei Türmen geprägt, die von Spitzhelmen bekrönt werden. Die Seitenschiffe sind halbkreisförmig um den Chor herumgeführt. Die Ausstattung wurde zum großen Teil aus der alten Kirche übernommen. Den Hochaltar und den Kirchenraum zieren ausdrucksstarke Figuren, überwiegend aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Sehenswert sind unter anderem die Holzstatuen der Heiligen Petrus, Paulus und Servatius, eine Muttergottes auf der Mondsichel, eine weitere gotische Figur des hl. Servatius sowie eine Figur des hl. Sebastian. Besondere Beachtung verdienen auch das überlebensgroße Triumphkreuz aus dem frühen 16. Jahrhundert und ein Holzrelief aus dem späten 15. Jahrhundert mit der Anbetung des Kindes, das älteste Ausstattungsstück des Gotteshauses. Es stammt vermutlich von dem 1352 erwähnten erwähnten Marien- und Katharinenaltar. Links knien Maria und Josef vor dem Kind, um das sich drei anbetende Engel gruppieren. Den Hintergrund bildet eine Felsenlandschaft mit Hirten. Der pokalförmige Marmortaufstein wurde 1699 gestaltet.

Weitere Informationen:

http://www.sankt-servatius-guels.de/